Viele Menschen verbinden mit Hypnose noch immer den Gedanken, die Kontrolle zu verlieren oder willenlos zu sein.
Mit meiner Arbeit hat das wenig zu tun.
Für mich ist Hypnose vor allem ein Zustand, in dem du deine Aufmerksamkeit nach innen richten kannst. Ein Zustand, in dem der Alltag für einen Moment leiser wird und du Zugang zu den Gefühlen, Erinnerungen und inneren Prozessen bekommen kannst, die häufig unbewusst Einfluss auf dein Leben haben.
Du bist dabei jederzeit ansprechbar und behältst die Kontrolle über das, was geschieht. Du kannst sprechen, Fragen stellen oder die Hypnose jederzeit unterbrechen.
Hypnose ist für mich kein Zustand, in dem dir etwas eingeredet wird.
Sie ist vielmehr ein geschützter Raum, in dem du dir selbst begegnen kannst.
Vielleicht klingt dieser Satz zunächst ungewohnt. Doch letztlich geht es genau darum. Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir Muster, Überzeugungen und Schutzmechanismen, die uns einmal geholfen haben. Viele davon begleiten uns bis heute, obwohl wir sie längst nicht mehr brauchen.
In der auflösenden Hypnose richten wir den Blick auf die Gefühle, die hinter diesen Mustern stehen. Denn oft sind es nicht die aktuellen Situationen, die uns so stark belasten, sondern unverarbeitete emotionale Erfahrungen, die noch immer in uns wirken.
Durch die Hypnose wird es vielen Menschen leichter möglich, diese Gefühle bewusst wahrzunehmen und ihnen auf eine neue Weise zu begegnen.
Jeder Mensch erlebt Hypnose unterschiedlich. Manche Menschen nehmen Bilder oder Erinnerungen wahr, andere spüren körperliche Empfindungen, Gefühle oder innere Veränderungen. Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Jeder Prozess ist individuell.
Das Ziel ist dabei nicht, etwas wegzumachen oder gegen sich selbst zu kämpfen. Vielmehr geht es darum, die eigenen Zusammenhänge besser zu verstehen, sich selbst bewusster wahrzunehmen und einen neuen Umgang mit dem zu entwickeln, was bisher belastend war.
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